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Kontakt: S. Pichel



01.08.2010 :: ::
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Schule Barcelona Lingua



Eine interessante Architektur

Seit 2001 habe ich jedes Jahr einen Sprachurlaub gebucht. Wenn man wenig Zeit hat, ist dies meiner Meinung nach eine der besten Möglichkeiten, Land und Leute kennenzulernen, in Kontakt mit vielen anderen Menschen mit den gleichen Interessen zu kommen, abwechslungsreiche Aktivitäten zu unternehmen und die Sprache zu praktizieren.

 

Um ein stressiges Arbeitsjahr nett abzuschließen, habe ich mir auch im Dezember 2006 einen einwöchigen Sprachurlaub in Barcelona gegönnt.

 

Barcelona gilt als eine sehr international geprägte Stadt. Seit Jahrzehnten ist diese Stadt Ziel vieler ausländischer Studenten und nicht wenige haben sich hier dauerhaft niedergelassen. Außerdem ist Barelona die Hauptstadt Kataluniens und die Bewohner streben nach Unabhängigkeit von der Zentralregierung. Auch wenn die Unabhängigkeit vordergründig mit kulturellen Argumenten begründet wird, so stehen sicherlich wirtschaftliche Interessen an erster Stelle. Barcelona ist nämlich nicht nur ein beliebtes Reiseziel, sondern besitzt eine große Industrie, so dass Katalunien wenig Interesse daran hat, einen Großteil der Einnahmen an die Zentralregierung abzuliefern. An vielen Stellen, sei es die Metro oder sogar die Touristeninformation, wird man die Beschriftungen in Castellano und Katalanisch finden. Sagen Sie niemals einem Katalanen, dass diese beiden Sprachen eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen!

 

Da ich in jenem Jahr schon viel unterwegs war, stand der Preis im Vordergrund. Nach ausführlicher Recherche im Internet habe ich mich für die Schule Barcelona Lingua entschieden. Die Buchung geschah durch einen deutschen Veranstalter, der Kontakt war sehr freundlich und die Abwicklung sehr reibungslos und schnell. Mit der Buchungsbestätigung wurden viele weitere Informationen wie Wegbeschreibung, Straßenkarte und Infos zu Barcelona zugeschickt.




Susi koordiniert alles

Am Ankunftstag sollte ich die Schlüssel in der Schule abholen. Die kleine Sprachschule befindet sich mitten im Zentrum von Barcelona, von der Rambla ist sie nur wenige Fußminuten entfernt. Bedingt durch meinen gewählten Kursbeginn (10. Dez.) war ich der einzige neue Schüler. Da mein Flug eine Verspätung hatte, war die Sekretärin, die zwecks Schlüsselübergabe extra für mich in der Schule gewartet hatte, in ein angrenzendes Cafe gegangen und ich fand einen Zettel mit ihrer Handynummer an der Eingangstür der Schule kleben. Nach einem Anruf kam sie tatsächlich innerhalb weniger Minuten angeflitzt und hatte trotz der späten Stunde und der langen Wartezeit eine außerordentlich gute Laune (kennt man als Deutscher sonst kaum...)! Sie stellte sich als Susi vor und scheint die gute Seele der Schule zu sein. Kurz und gut, der Start hat gut geklappt und auf dem kurzen Fußmarsch zu meiner WG kamen mir schon die Mitbewohner entgegen, die nach spanischer Sitte um kurz vor Mitternacht auf dem Weg ins Restaurant waren. Dem habe ich mich dann doch gleich spontan angeschlossen!

 




Susi führt uns in die angesagtesten Kneipen

Die Schule ist in einem zweigeschossigen Bau mit offener Architektur untergebracht und besitzt etwa 7 (?) Klassenzimmer, deren Format eine maximale Gruppengröße von 10 limitiert. Die Lehrer waren sehr engagiert und der Lernstoff war logisch gut aufgebaut. Die Schule hatte einen sehr familiären Charakter, denn schon nach einem Tag hatte man das Gefühl, jeden zu kennen. Im Gegensatz zu vielen anderen Sprachschulen bot Barcelona Lingua kein offizielles außerschulisches Programm an, aber es ergab sich häufiger, dass Susi oder auch die jungen Lehrer abends dabeiwaren, wenn wir Schüler die Stadt unsicher machten.

 




Es geht auch andersherum: Vanessa lernt Chinesisch

Auf der anderen Seite hatte ich auch das Gefühl, dass auch die Lehrer sehr interessiert daran waren, von den Schülern zu lernen, denn diese kamen aus vielen unterschiedlichen Ländern und konnten über ihren Kulturkreis vieles interessante berichten. Es mag Zufall sein oder an der Jahreszeit gelegen haben, aber die Zusammensetzung der Nationalitäten war sehr ausgewogen (normalerweise ist der Anteil der Deutschen überproportional groß).

 

Meine eigene Erfahrung im einwöchigen Kurs und die Gespräche mit meinen Mitstudenten zeigen übereinstimmend, dass die Lehrer in der Regel sehr gut vorbereitet waren und sehr häufig mit eigens erstellten Arbeitsblättern in den Unterricht starteten. Sehr gerne versuchten sie den Stoff auch multimedial zu vermitteln.

 

Obwohl Barcelona Lingua zwei internetfähige Computer besitzt, ist sie nicht darauf ausgelegt, dass man auch nach dem Unterricht gesellige Stunden dort verbringt. Es gibt beispielsweise gerade mal einen Snack- und Getränke-Automaten. Da sich die Schule aber im Stadtzentrum befindet, ist dies kein Nachteil.

 

Übrigens hat die Schule ein WLAN, so dass man sich ganz offiziell mit dem eigenen Notebook dort surfen kann.


Die Schule besitzt ein dauerhaft angemietetes großes Appartment im Stadtzenrum, nur 10 Minuten Fußweg von der Schule entfernt. Dieses Appartment besteht aus 6 großen Zimmern, 2 Badezimmern, einem großen Wohnbereich, einer gut ausgestatteten Küche und vielen Nachbarn mit ungeschützten WLAN-Netzen, über die sich problemlos Internettelefonie oder Email erledigen ließ (wenn man einen WLAN-fähigen Schlepptop dabei hatte)!

 

Außerdem werden je nach Bedarf weitere Wohnungen angemietet, über deren Zustand und Lage ich nichts sagen kann.

 

 




Die Großraumwohnung

Als Fazit kann ich festhalten, dass die Schule einen sehr guten Eindruck gemacht hat, die Lehrer sehr engagiert waren und die Verwaltung sich sehr um die Belange der Studenten kümmerte. Diese Schule kann ich jedem empfehlen!

 

Stefan Pichel

 

 

 




Abschlussfoto mit Lehrern und Schülern

 

Weblinks:

 

Veranstalter: Kleiner Sprachladen